Der Hayek-Gesprächskreis Passau, benannt nach dem Wirtschaftsnobelpreisträger Friedrich August von Hayek, ist ein von Studenten an der Universität Passau organisierter regionaler Gesprächskreis der gemeinnützigen Friedrich August von Hayek-Gesellschaft e.V. mit Sitz in Berlin. Zu den Hayek-Gesprächskreisen in Passau werden hochkarätige Gäste aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Publizistik als Referenten eingeladen. Eine originelle, authentische und hochqualitative Gesprächsführung wird vor Ort dank dem internationalen Netzwerk renommierter Persönlichkeiten der Hayek-Gesellschaft – auch in Verbindung mit der Mont Pelerin Society - zu den von den Club-Mitgliedern gewünschten Themen sichergestellt.
Die Internetpräsenz des Hayek-Clubs Passau entstand anlässlich einer Projektarbeit im Rahmen der Master-Vorlesung “Management von Social Media” von Frau Prof. Dr. Marina Fiedler und Maren Martschenko im Sommersemester 2011 an der Universität Passau.
Zielsetzung des Hayek-Gesprächskreises Passau
Ziel unseres Clubs ist es, mit Entscheidungsträgern, Meinungsführern, Multiplikatoren sowie interessierten Menschen aus der Region Passau in Dialog über die Österreichische Schule der Ökonomie, freie Marktwirtschaft und den Liberalismus zu treten. Die Österreichische Schule der Ökonomie bildete die theoretischen Grundlagen für die von Ludwig Erhard eingeführte Marktwirtschaft und das Wirtschaftswunder in Deutschland. In den Gesprächskreisen werden sowohl rein wissenschaftliche Fragen zu den Gesetzmäßigkeiten der Ökonomie, als auch normative Fragen der moralischen Notwendigkeit von Freiheit und freier Marktwirtschaft behandelt. Hierzu werden fachkundige Referenten aus den Bereichen Politik, Unternehmertum, Wissenschaft und Publizistik eingeladen. Allen Teilnehmern soll sich während der Veranstaltung die Möglichkeit des Wissens- und Erfahrungsaustausches sowie der Bildung persönlicher Kontakte bieten.
Aktivitäten der Hayek-Gesellschaft allgemein
Hayeks Antwort auf die aktuelle Finanzkrise
Friedrich August von Hayek ist ein Vertreter der Österreichischen Schule der Ökonomie. Er erhielt 1974 den Nobelpreis für seine Geld- und Konjunkturtheorie, der zufolge auch die heutige weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise auf das planwirtschaftliche Geldmonopol und die verfehlte Politik der Zentralbanken zurückzuführen ist. Dementsprechend sahen ausnahmslos alle Vertreter der Österreichischen Schule die derzeitige Krise voraus. Banken und Vermögensverwaltungen, die sich nach den Erkenntnissen der Österreichischen Schule richteten, konnten das Vermögen ihrer Kunden schützen und so zur Abmilderung der ökonomischen und sozialen Krise beitragen. Entsprechend geführte Unternehmen konnten sich auf die Krise vorbereiten und so Wohlstand und Arbeitsplätze erhalten. Um zukünftige Krisen ganz zu vermeiden, muss nach Hayek jedoch der Zwang eines staatlichen Geldmonopols aufgehoben sowie eine marktwirtschaftliche Geldordnung zugelassen werden.
Passauer Veranstaltungsreihe zum Thema Geld und Konjunktur
Über das Thema Geld in Zusammenhang mit der Finanz- und Wirtschaftskrise informierte der Hayek-Gesprächskreis Passau umfangreich in einer fünfteiligen Veranstaltungsreihe. Das Thema wurde aus politischer, wissenschaftlicher, moralisch-philosophischer und unternehmerischer Perspektive beleuchtet. Die Referenten hierzu waren der Bundestagsabgeordnete Frank Schäffler (Mitglied im Finanzausschuss des Deutschen Bundestages), der Chefvolkswirt von Barclays Capital Deutschland Prof. Dr. Thorsten Polleit (Frankfurt School of Finance), der Vorsitzende der Hayek-Stiftung Prof. Dr. Gerd Habermann (Universität Potsdam), der persönlich voll haftende Privatbankier Karl Reichmuth (Träger des Röpke-Preis 2010 des Liberalen Instituts Zürich) aus der Schweiz, sowie Dr. Eduard Braun (Universität Passau).
Ablauf des Hayek-Gesprächskreis Passau
Der Gesprächskreis findet während der Vorlesungszeit alle 6 bis 8 Wochen nachmittags in Kleingruppen mit 15 bis 30 Teilnehmern an der Universität Passau statt. Die Teilnehmer sind typischerweise Studenten, Dozenten und Professoren der Universität Passau sowie interessierte Bürger aus der Region. Eine Veranstaltung dauert in der Regel circa 90 Minuten. In der ersten Hälfte der Zeit hält der geladene Referent einen Vortrag zum gewählten Thema, darauf folgt ein Dialog zwischen den Teilnehmern. Es können sowohl Fragen gestellt als auch eigene Redebeiträge eingebracht werden. Die Veranstaltungen werden durch ein gemeinsames Abendessen mit inoffizieller Gesprächsrunde abgerundet. Die Teilnahme an den Hayek-Gesprächskreisen in Passau erfolgt nach verbindlicher Anmeldung entweder auf persönliche Einladung oder auf initiative Anfrage. Bei höherer Nachfrage kann das Veranstaltungskonzept durch das Hinzuziehen weiterer Referenten oder die Abhaltung einer Podiumsdiskussion flexibel auf die größere Teilnehmerzahl angepasst werden. Daneben werden auch entsprechend gekennzeichnete und durch Plakataushang angekündigte Großveranstaltungen für 400 bis maximal 600 Hörer angeboten.
Die regionalen Clubs der Hayek-Gesellschaft
Die Hayek-Gesellschaft verfügt über 17 fest etablierte regionale Gesprächskreise in Deutschland, die sich an den regionalen Bedürfnissen und Möglichkeiten orientieren. Darüber hinaus befinden sich 10 Gesprächskreise in der Aufbauphase. Verantwortlich für Ablauf, Umfang, Organisation und Themenauswahl ist der jeweilige Club-Leiter. Die Zielsetzung der Clubs ergibt sich aus dem Bildungs- und Forschungsauftrag der Friedrich August von Hayek-Gesellschaft. Natürliche Mitglieder eines solchen Clubs sind die vor Ort ansässigen Mitglieder der Hayek-Gesellschaft sowie Freunde und Interessenten im Sympathisantenfeld.
Übersicht der regionalen Gesprächskreise
