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Der Hayek-Gesprächskreis Passau auf seiner Exkursion am 2. Oktober 2012 vor dem Reichstagsgebäude mit dem Bundestagsabgeordneten Frank Schäffler: Auf der jährlich stattfindenden Exkursion führen die engagiertesten Mitglieder des Hayek-Club Passau Hintergrundgespräche mit Entscheidungsträgern in ganz Europa.

Der Hayek-Gesprächskreis Passau ist nach dem Wirtschaftsnobelpreisträger Friedrich August von Hayek bennant. Er  ist eine von Studenten an der Universität Passau organisierte wissenschaftliche Hochschulgruppe und zugleich ein privater Club, der über die Universität hinaus geht. So fördert der Club die Verbindung zwischen Entscheidungsträgern aus der Region Passau und der Unversität.  

Zu den Hayek-Gesprächskreisen in Passau werden hochkarätige Gäste aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Publizistik als Referenten eingeladen. Eine originelle, authentische und hochqualitative Gesprächsführung wird vor Ort dank dem breiten Netzwerk des Hayek-Gesprächskreis Passau mit Verbindungen zu verschiedensten Persönlichkeiten und Institutionen sichergestellt.

Geschichte und Leistungsprofil des Hayek-Gesprächskreis Passau

Die Internetpräsenz des Hayek-Clubs Passau entstand anlässlich einer Projektarbeit im Rahmen der Master-Vorlesung „Management von Social Media“ von Frau Prof. Dr. Marina Fiedler und Maren Martschenko im Sommersemester 2011 an der Universität Passau. Die dazugehörige Abschlussprüfung wurde mit der Note 1,0 bewertet.

Krönende Abschlussveranstaltung der Hayek-Veranstaltungsreihe „Klima- und Energiepolitik“ mit dem Deutschen Fernsehpreisträger Günter Ederer am 25. Oktober 2012 im Hörsaal 3 des Philosophicums an der Universität Passau

Der Hayek-Gesprächskreis Passau selbst wurde bereits im Juni 2010 gegründet. Nach zweijähriger Aufbauarbeit ist unser Gesprächskreis im Jahr 2013 regional fest etabliert. Dies haben wir vor allem der ideellen Unterstützung durch die Friedrich August von Hayek-Gesellschaft e. V. und durch Professor Dr. Gerd Habermann zu verdanken. Der Hayek-Gesprächskreis Passau fand bundesweit wie international große Beachtung. So äußerte sich z. B. der Präsident der Europäischen Zentralbank Mario Draghi gegenüber dem Hayek-Gesprächskreis Passau hinsichtlich der Möglichkeit zur Abschaffung der Zentralbank als Verursacher der Staatsschulden-, Finanz- und Wirtschaftskrise: Thema der Passauer Veranstaltungsreihe „Geld- und Konjunkturtheorie“ aus den Jahren 2010 und 2011. Die derzeitige europäische Staatsschuldenkrise und Pleite Griechenlands als Folge der einstigen Bankenrettungen wurde durch die Referenten MdB Frank Schäffler und Prof. Dr. Thorsten Polleit bereits im Jahr 2010 im Hayek-Gesprächskreis an der Universität Passau vorhergesagt. Dies ist durch Veranstaltungsberichte auf den Seiten der Friedrich-Naumann-Stiftung und des Magazins „eigentümlich frei“ dokumentiert. Die Veranstaltung aus der Reihe „Klima- und Energiepolitik“ mit dem Aufsichtsratsmitglied der Deutschen Bahn AG Prof. Dr. Dr. Knut Löschke beeinflusste eine Debatte im Deutschen Bundestag und wurde von der Deutschen Bundesregierung kommentiert.

Durch seine beiden Veranstaltungsreihen leistete der Hayek-Gesprächskreis Passau Pionierarbeit im deutschsprachigen Universitätswesen, da seine Themen erstmalig durch ihn in geschlossenen universitären Vortragsreihen behandelt wurden. Andere Hochschulen, wie etwa die Ludwig-Maximilians-Universität München beim Thema „Klima“ oder die Universität Liechtenstein beim Thema Österreichische Schule der Ökonomie gestalteten anschließend ab 2012 als frühe Folger ähnliche Veranstaltungen. Für seine Verdienste wurde der Hayek-Gesprächskreis Passau regulär durch den Präsidenten der Universität Passau als fachbezogene Hochschulgruppe anerkannt und in das Netzwerk wissenschaftlicher Hochschulgruppen der Students for Liberty aufgenommen. Außerdem leistet der Hayek-Gesprächskreis Passau Publikationsbeiträge für das wissenschaftliche und gemeinnützige Ludwig von Mises Institut e. V. sowie zahlreiche Fach- und Publikumsmedien. Durch Mitglied und wissenschaftlichen Beirat Dr. Eduard Braun ist der Hayek-Gesprächskreis Passau an originärer Forschung beteiligt. So leistete Dr. Eduard Braun neben der in seiner Doktorarbeit vollbrachten und an der Universität Passau vorgestellten Fortentwicklung der österreichischen Geld- und Konjunkturtheorie eine Neubetrachtung der Zeitpräferenztheorie.

Zielsetzung des Hayek-Gesprächskreises Passau

Mitglieder des Hayek-Club Passau im Berliner Club-Büro der Friedrich August von Hayek-Gesellschaft e. V., Photo aufgenommen am 2. Oktober 2012

Ziel unseres Clubs ist es, mit Entscheidungsträgern, Meinungsführern, Multiplikatoren sowie interessierten Menschen aus der Region Passau in Dialog über die Österreichische Schule der Ökonomie, freie Marktwirtschaft und den Liberalismus zu treten. Die Österreichische Schule der Ökonomie bildete die theoretischen Grundlagen für die von Ludwig Erhard eingeführte Marktwirtschaft und das Wirtschaftswunder in Deutschland. In den Gesprächskreisen werden sowohl rein wissenschaftliche Fragen zu den Gesetzmäßigkeiten der Ökonomie, als auch normative Fragen der moralischen Notwendigkeit von Freiheit und freier Marktwirtschaft behandelt. Hierzu werden fachkundige Referenten aus den Bereichen Politik, Unternehmertum, Wissenschaft und Publizistik eingeladen. Allen Teilnehmern soll sich während der Veranstaltung die Möglichkeit des Wissens- und Erfahrungsaustausches sowie der Bildung persönlicher Kontakte bieten. Neben der reinen Vertiefung von Fachwissen, wollen wir auch einen  produktiven Diskurs in Wirtschaft, Politik, Öffentlichkeit und Wissenschaft anstoßen.

Hayeks Antwort auf die aktuelle Finanzkrise

Friedrich August von Hayek ist ein Vertreter der Österreichischen Schule der Ökonomie. Er erhielt 1974 den Nobelpreis für seine Geld- und Konjunkturtheorie, der zufolge auch die heutige weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise auf das planwirtschaftliche Geldmonopol und die verfehlte Politik der Zentralbanken zurückzuführen ist. Dementsprechend sahen ausnahmslos alle Vertreter der Österreichischen Schule die derzeitige Krise voraus. Banken und Vermögensverwaltungen, die sich nach den Erkenntnissen der Österreichischen Schule richteten, konnten das Vermögen ihrer Kunden schützen und so zur Abmilderung der ökonomischen und sozialen Krise beitragen. Entsprechend geführte Unternehmen konnten sich auf die Krise vorbereiten und so Wohlstand und Arbeitsplätze erhalten. Um zukünftige Krisen ganz zu vermeiden, muss nach Hayek jedoch der Zwang eines staatlichen Geldmonopols aufgehoben sowie eine marktwirtschaftliche Geldordnung zugelassen werden.

Passauer Veranstaltungsreihe zum Thema Geld und Konjunktur

Über das Thema Geld in Zusammenhang mit der Finanz- und Wirtschaftskrise informierte der Hayek-Gesprächskreis Passau umfangreich in einer fünfteiligen Veranstaltungsreihe. Das Thema wurde aus politischer, wissenschaftlicher, moralisch-philosophischer und unternehmerischer Perspektive beleuchtet. Die Referenten hierzu waren der Bundestagsabgeordnete Frank Schäffler (Mitglied im Finanzausschuss des Deutschen Bundestages), der Chefvolkswirt von Barclays Capital Deutschland Prof. Dr. Thorsten Polleit (Frankfurt School of Finance), der Vorsitzende der Hayek-Stiftung Prof. Dr. Gerd Habermann (Universität Potsdam), der persönlich voll haftende Privatbankier Karl Reichmuth (Träger des Röpke-Preis 2010 des Liberalen Instituts Zürich) aus der Schweiz, sowie Dr. Eduard Braun (Universität Passau).

Mehr über unsere Referenten

Ablauf des Hayek-Gesprächskreis Passau

Der Gesprächskreis findet während der Vorlesungszeit alle 6 bis 8 Wochen nachmittags in Kleingruppen mit 15 bis 30 Teilnehmern an der Universität Passau statt. Die Teilnehmer sind typischerweise Studenten, Dozenten und Professoren der Universität Passau sowie interessierte Bürger aus der Region. Eine Veranstaltung dauert in der Regel circa 90 Minuten. In der ersten Hälfte der Zeit hält der geladene Referent einen Vortrag zum gewählten Thema, darauf folgt ein Dialog zwischen den Teilnehmern. Es können sowohl Fragen gestellt als auch eigene Redebeiträge eingebracht werden. Die Veranstaltungen werden durch ein gemeinsames Abendessen mit inoffizieller Gesprächsrunde abgerundet. Die Teilnahme an den Hayek-Gesprächskreisen in Passau erfolgt nach verbindlicher Anmeldung entweder auf persönliche Einladung oder auf initiative Anfrage. Bei höherer Nachfrage kann das Veranstaltungskonzept durch das Hinzuziehen weiterer Referenten oder die Abhaltung einer Podiumsdiskussion flexibel auf die größere Teilnehmerzahl angepasst werden. Daneben werden auch entsprechend gekennzeichnete und durch Plakataushang angekündigte Großveranstaltungen für 400 bis maximal 600 Hörer angeboten.

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